Diese Zeilen sind gewidmet
meiner Schwäche. Zu lange habe ich mich im Strom, so wie er, physikalisch
betrachtet oder formuliert, nur fließen kann: abwärts mich (mit-)bewegt. Ich
habe geschwiegen, zwar viel gedacht, aber geschwiegen! Das Denken bereue ich
wenig, wenn dann nur aus Gründen des unbekümmert sein wollenden Egos und von
dem bin ich doch kein großer Freund.
Was passiert also, wenn ich
nicht mehr spreche, wenn ich nicht mehr sage, dass mich das stört, was
passiert? So wie meist die Frage die Antwort beinhaltet, ist es auch hier so.
Es passiert, es passiert mich und ich lasse es passieren. Der Täter und das
Opfer passieren den Ort zu einer Zeit. Im passieren stecken Zeit und Ort. „Das
passieren dieses BLAs ist nur zwischen BLA und BLA Uhr gestattet.“
Jetzt sage ich wieder! Das
klingt jetzt in gewohnter Manier natürlich nicht konkret. Aber seit wann ist „natürlich“
auch von sich aus konkret. Es sei mir meine sprachliche Kurzgefasstheit doch
verziehen. – Denn Mut ist wieder Mein geworden. Mut zu mir und den Menschen und
umgekehrt. Dieser Mut erwärmt sich an all‘ den geistigen und sonstigen
Kurzgefasstheiten da draußen. Die Faschisten*innen ziehen noch immer umher und
können doch auch selbst wenig dafür. Darüber Schweigen trotzdem – NEIN! Und das
ist nur eine der Vielgestalten der Unterdrückung, so wie selbst die
Faschist*innen unterdrückt werden. Auf Twitter wär das jetzt schon zu lange und
genau deswegen danke ich hiermit fürs lesen und zuhören und lasst uns zusehen,
dass wir nicht mehr zusehen.
Von meinem Herz & Kopf,
diese wenig(st)en(s) Zeilen...
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