... und die Wörter sind gefallen ...

Samstag, 27. Oktober 2012

Samstägliche Soziologie

Während in Systemtheorie alles logisch und im De_ Konstruktivismus unlogisch ist, wird es in der K/k_ritischen Theorie zu beidem, während es auch (selbst) nicht ist.

Freitag, 13. April 2012

Gedicht zum Tag


Reflexion kann verwirren;
dabei die Gedanken explodieren.
Während wir noch warten,
kann soviel passieren.

Gebunden an Raum und Zeit
sind wir mehr als unbefreit.
Wenn uns nur noch das Begrenzte bleibt,
wird alles nur zum Zeitvertreib.

Wer ist klug und wer ist dumm?
Kennst du dich aus? Schau dich mal um.
Wir leben so und so, keiner weiß warum.
Die mit helfenden Worten bleiben meist stumm.

Lange Momente, in denen ich mich sowas frag'.
Wieso mach ich das, was ich nicht mag?
Doch bevor ich der zum Sein verdammten Existenz entsag'
denke mir wenigstens: "was für ein schöner Tag".

Dienstag, 20. März 2012

Ach Kinder! - Leben in der Gesellschaft lernen

Kinder im Volksschulalter haben eine zentrale Aufgabe, nämlich das Anpassen an die gegebene soziale Umwelt. Diese Umwelt setzt sich aus ihrer Familie, FreundInnen, Bekannten, SchulkollegInnen, LehrerInnen und vielen andern Menschen zusammen. Auffällig ist, dass sich Volkschulkinder in einer gedachten Umwelthierarchie sehr weit unten befinden. Das Anpassen geschieht auf mehreren Ebenen. Einerseits erlernen die Kinder rund um die Uhr Normen und Werte aus ihrer Umwelt. Dieses Erlernen kann auf verschiedenen positiven (z.B. im Spiel) oder negativen Arten (z.B. durch harte Sanktionierungen) geschehen. Ebenso übernehmen Kinder dieses Alters die Kultur ihres Umfeldes. Problematisch wird es hier bei Kindern aus Familien mit aktuellem Migrationshintergrund, da hier (mindestens) zwei kulturell unterschiedliche Welten aufeinander prallen.
Diese grob umrissenen Strukturen sind alle Teile einer größeren Funktion, welche mit Kultur-, Funktions- und Strukturerhaltung der Gesellschaft zu beschreiben sind. Für die Gesellschaft sind Kinder die Neuankömmlinge, welche sich erst anpassen müssen. Und so geschieht es, da sie biologisch, sozial und intellektuell noch weniger bemittelt sind als ihre älteren Mitmenschen. Das Kind wird in die Welt getrieben und erlernt brav die Kunststücke, welche ihm Anerkennung, Zuspruch und vor allem eines geben: Zugehörigkeit. Denn wer ist schon gern alleine? Und das mitten unter Menschen.

Dienstag, 31. Januar 2012

Kritische Theorie „heutzutage“


Inspiriert von einem Video, welches den Mitschnitt eines Beitrags von Theodor W. Adorno für eine Radiosendung wiedergibt, gab ich mich der Überlegung hin, wie und aus welchen Gründen die kritische / dialektische Theorie für die heutige YoutubeGeneration, in Zeiten des digital Wahns (noch immer) relevant ist.



Eine Rarität der intellektuellen Art hat sich unter die Masse gigantischen Ausmaßes der gesammelten Inhalte des Medienportals „Youtube“, wo mensch von Stumpfsinn bis hin zu Wahnsinn alles aufgesammelt hat, gemischt. Es ist schon fast paradox ein Stück Wissen unter all diesem verblendeten Unterhaltungsmüll ausgraben zu können. Aber genauso zeichnet sich meiner Meinung nach auch die heutige Welt ab. Neben allen konstruierten Sinnlosigkeiten gibt es auch noch die an den Rand zur Devianz gedrängte Möglichkeit ein reflektiertes Leben zu führen. Doch bedeutet diese Reflexion nicht eine Wahl im Sinne der Ungestalt des „Homo oeconomicus“ sondern ein Durchschauen der Vernebelung, bzw. eine Anerkennung der sinnfreien, egoistischen Lebensweise des Großteils der Menschen die in den so genannten „westlichen“ Ländern ihr Dasein fristen. In gerade solch einer unreflektierten Welt, welche sämtliche Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten der Vorgenerationen übernommen hat und noch weiter ausbaut, ist es weiterhin von allerhöchster Priorität die Menschen aus dem ihnen eingetrichterten Gleichschritt zu lösen. Es geht darum sie aus der Verblendung, der Verneblung, sie aus ihrer sinnfreien, unreflektierten, ihnen vorgegebenen Existenz-Laufbahn zu heben. Und diese Aufgabe und Fähigkeit trägt eine kritische Theorie in sich. Es ergibt sich aus der Existenz des Unheils die Not an einer Wiedergutmachung, des Umdenkens und Umlenkens. Die Kritik an sich wird deshalb von der Masse oft verkannt, weil sie ihnen vorwirft, was für ein Leben sie führen, bzw für was sie stehen. Doch hoffe ich, dass die weitere Zukunft der kritischen Theorie, bzw. der Gesellschaft für sich, in sich den Moment des Umdenkens trägt. Damals und heute bleibt die kritische Theorie aktueller denn je, weil die Ungerechtigkeit (weiter) besteht. Heute sogar in einem quantitativ breiteren Ausmaß als früher.

Willkommen in einer digitalisierten aber auch globalisierten Zeit in welcher Produktion und Kriege „outgesourct“ werden und der Nebel der Verblendungsmaschinerie, welcher auch das System in sich verblendet hat, immer dichter wird. Die Frage, ob mensch sich jetzt weitere Pannenvideos oder doch mal etwas „Kritisches“ ansieht und anhört, bleibt dem/der Einzelnen überlassen, jedoch sollte nach diesen Zeilen, welche fast schon ein Plädoyer sind, der Eindruck entstanden sein, weshalb eine kritische Theorie noch heute aktuell, notwendig und hilfreich ist.

Reflexion zum "Was ist Dialektik"-Post


Im Folgenden reflektiere und erweitere ich die Gedanken vom 24.10.2011, ohne auf kleinere Fehler des bisherigen Inhalts einzugehen. Es erscheint mir wichtig auf die bestehenden Widersprüche innerhalb der Gesellschaft noch zu erwähnen, denn erst diese machen die Dialektik erst zu dem was sie ist, beziehungsweise überhaupt notwendig. Der Widerspruch an sich muss erst einmal erkannt und geistig bewältigt werden um zu einem Widerspruch für sich zu werden. In anderen Worten ist hier gemeint, dass ein sozialer Missstand / eine (strukturelle) Ungerechtigkeit erst entdeckt werden muss, um als eine Solche gesehen werden zu können. Danach erkenne ich ein Prinzip des Widerspruchs gegen/in sich, welches beinhaltet, dass durch das Erkennen die Bewegung, die Kraft gegen diesen Widerspruch gelenkt werden kann, dass die Möglichkeit besteht das Problem zu verändern. Ich deute hier daraufhin, dass ich mich mit vor allem mit dem Wort „gegen“ ebenso in einer polaren Ausdrucksweise befinde, welche jedoch (hier genauer beschrieben) bedeuten soll, dass sich schlussendlich der Wiederspruch aufheben kann. Die Dialektik hat auch wieder hier ihre Finger im Spiel, was den Gedanken eröffnet, dass sie nicht nur bei Begrifflichkeiten eine wichtige Rolle spielt, sonder auch die Realität/das Leben erfasst. Anknüpfung an das „Schwarz-Weiß/Bunt“-Beispiel: Die Menschheit neigt dazu Farben in Kategorien zu zwängen und übersieht dabei die Breite und die Tiefe des gesamten unerschöpflichen farblichen Spektrums. Die Menschen orientieren sich an den Polaritäten obwohl der runde Planet auf dem sie leben, sich in jede mögliche Richtung erstreckt. Genauso ist es auch mit den Gedankenstrukturen und -konstruktionen, in welche wir uns zwängen.

Über mich

Mein Bild
Weltbewunderer, Sprachspieler, kritisch im Sinne von Frankfurt, Kinesiologe & Energetiker, Geboren in Salzburg, Wohnend in Wien, usw. Zu meiner Homepage: http://www.danielglennposch.info/